 Boote in der Sonne
Die letzte Woche in Riga steht an. Da ich in den nächsten Tagen vor allen Dingen mit dem Schreiben einer letzten Arbeit und Packen/Umziehen beschäftigt sein werde, nun schon einmal ein paar letzte Fotos aus meiner Zeit in Riga. Vermutlich werde ich noch ein paar Fotos schießen und sie auch hier hochladen, deswegen die “vor”-letzten Eindrücke, aber mal schaun…
In jedem Fall werde ich in einiger Zeit wohl noch ein Resümee meines Aufenthalts in Lettland hier veröffentlichen.
Wie ihr an den Fotos erkennen könnt, hat sich das Wetter radikal verbessert – tatsächlich ist wettertechnisch momentan wohl die schönste Zeit in Lettland. Ab dem 24.6. werden die Tage schon wieder kürzer. Es gäbe, vor allen Ding “auf dem Land”, noch viel zu sehen. Daher ist es ein wenig schade, dass ich nun schon am 18.6. diese schöne Stätte verlasse. Aber Urlaub hab ich nun wahrlich genug gehabt (unter den Fotos findet ihr auch solche von unserem Ausflug nach Stockholm) und für mich gibt es in Deutschland noch viele sehr reizvolle Dinge zu tun…
Hier geht es zu den (vor-)letzten Eindrücken. Außerdem habe ich auch ein paar, wie ich finde, sehr eindrückliche Fotos von dem von der russischen Bevölkerung zelebrierten “Kriegssiegsjubiläum” hochgeladen.
Jetzt gleich geht es los: Schauen, wie Deutschland spielt – wieder bei einem Public Viewing “auf Lettisch” – siehe Fotos.
Tags: Arbeit, Eindrücke, Jubiläum, Krieg, Lettisch, Mit Foto, Public Viewing, Riga, Russen, Sieg, Stockholm, Umziehen, Urlaub, Wetter | Bisher kein Kommentar
 Rikscharennen
Es gibt wieder eine Reihe von neuen Fotos in der Galerie:
Da ich nicht auf alle neuen Fotos immer mit einem Blogeintrag hinweisen möchte, oder es auch sonst manchmal nicht ganz so wichtige/interessante Dinge zu erzählen gibt, habe ich mir einen Microblog bei identi.ca eingerichtet, den ihr euch abonnieren könnt. Oder ihr schaut unten an das Ende dieser Seite. Oder ihr added mich bei Facebook. Oder…
Das Nette an diesem Microblog ist, dass ich ihn auch unterwegs mit meinem Palm füttern kann (was ich vermutlich ausgiebig beim 2. Ökumenischen Kirchentag nutzen werde, den ich im Mai mit einigen Leuten aus Riga besuche).
Tags: 2. Ökumenischer Kirchentag, Botschaft, Dom, Facebook, identi.ca, Letten, Microblog, Mit Foto, Palm, Passagierhafen, Polen, Riga, Rikscha, Streetphotography, Trauer, Zoo | 2 Kommentare
Der UniSPIEGEL hat über das Auslandsstudium in Riga berichet (danke an Andi für den Hinweis!). Das finde ich gut! Je mehr Beachtung Lettland in Deutschland findet, umso besser!
Hier nun noch eine kurze Auflistung der (m.E.) falschen Information aus dem Artikel (Rückschlüsses über die Qualität des Artikels/des Magazins darf jeder selbst ziehen):
- Das Gebäude der Universität “besitzt genügend historische Patina und Glanz, um den Letten als angemessener Ort für Staatsempfänge zu dienen.” Wo der “Glanz” dieses Gebäudes sein soll, weiß ich nicht. Ich habe zumindest noch nie einen Staatsempfang an der Uni gesehen, m.E. gibt es dafür auch bessere/schönere Orte, z.B. bei den deutlich schöneren und “glanzvolleren” Botschaften in der Nachbarschaft.
Update [28.4.]: Diese Woche habe ich tatsächlich einen “Staatsempfang” an der Uni gesehen. Zumindest parkte ein Diplomatenauto mit Polizeischutz vor der Uni. Das mag aber auch einfach an der Vorstellung einer/der Uni von Georgia diese Woche gelegen haben.
- “Über dem Eingangsportal prangt die Inschrift “Scientiae et patriae”, für Wissenschaft und Vaterland.” – Das hab ich beim Eingangsportal noch nie gesehen. Meines Wissens ist die Inschrift unter dem Wappen der Universität an der Wand des 1. Stocks zu finden (was allerdings vom Eingangsfoyer aus zu sehen ist).
- Lettland ist seit 1991 unabhängiger Staat, nicht seit 1989.
- “Die Figur der Milda, einer lettischen Widerstandskämpferin, auf dem 42 Meter hohen Freiheitsdenkmal gleich neben der Uni verkörpert den Kampf gegen das Joch der Deutschen, Russen, Polen und Schweden in vergangener Zeit.” – Meines Wissens gibt es nicht “die eine konsensfähige” Deutung dieser Statue. Wie eine Freiheitskämpferin sieht die Gute nun schon einmal gar nicht aus, oder? Zumindest waren die lettischen Freiheitskämpfer des 20. Jh.s wohl eher Männer mit Gewehren, sog. “Riflemen”, und sahen weniger romanisch aus.
- “Mit Ausnahme einiger Masterkurse werden alle Veranstaltungen in Riga auf Lettisch oder Russisch abgehalten.” – Vielleicht gibt es russische Kurse – wäre mir allerdings neu. Das Programm der “Baltic Studies” ist komplett Englisch, zudem werden zumindest Medizin und die Wirtschaftswissenschaften zu großen Teilen (komplett?) Englisch gelesen. Ich denke in anderen Fakultäten gibt es ebenfalls englische Veranstaltungen. Die Veranstaltungen der theologischen Fakultät sind tatsächlich hauptsächlich in Lettisch.
- “”Cilveks” heißt Mensch, “cilveki” des Menschen.” – “cilveki” heißt “die Menschen”. “Des Menschen” wäre “cilveka”. Lettisch ist kein Latein (trotz der großen Ähnlichkeiten).
- “der Wohlstand hat noch keine breite Basis.” – Diese Aussage ist eine traurige Euphemie. “Die Armut hat eine breite Basis” wäre eine treffendere Formulierung. Das “noch” suggeriert zudem eine positive Tendenz. Das Gegenteil ist der Fall. Die Schere zwischen arm und reich geht deutlich auseinander. Mit deutschen Verhältnissen nicht zu vergleichen.
- “Das Preisniveau ist niedriger als in Deutschland.” - Trifft zu in Bezug auf Dienstleistungen/Arbeit und manche Mieten. Alles andere, vor allem importierte “Luxusgüter” (etwa technische Geräte) sind deutlich teurer. Selbst einige Lebensmittel sind, wegen der kleinen Agrarwirtschaft des Landes, teilweise Importgüter und teurer als in Deutschland.
Achja, dass der Titel “Unbändige Sangeslust” einem ruhigen und zurückhaltenden Letten vermutlich absolut unpassend erscheinen würde, bräuchte ich vermutlich nicht zu erwähnen…
Tags: Agrarwirtschaft, Armut, Auslandsstudium, Basis, Beachtung, Botschaften, Cilveks, Deutung, ERASMUS, Euphemie, Fakultäten, Falschinformation, Freiheitskämpferin, Freiheitsstatue, Gebäude, Glanz, Import, Inschrift, Kurse, Luxusgüter, Medizin, Mensch, Mieten, Milda, Preise, Preisniveau, Qualität, Riga, Schere, Scientiae et patriae", soziale Frage, Sprache, Theologie, Unabhängigkeit, UniSpiegel, Wirtschaftswissenschaften, Wohlstand | 1 Kommentar
Eine Reihe von Fotos meines Osterbesuches in Velbert sind online. Viel Spaß beim Anschauen!
Ansonsten finde ich das Genre der “Streetphotography” sehr spannend. Professionelle Fotografen wie Severin Koller (Wien) beschäftigen sich damit in ihrer Freizeit: Mit sehr netten Ergebnissen. Diese Fotografen schwören auf die klassische Fotografie mit Messsucherkameras, genauer, mit Kameras der Leica M-Serie. Nungut. Dass Profis mit sauteuremexcellentem Equipment gute Fotos machen, dürfte jeder vermutet haben.
Ich habs mal mit weniger versucht. Hier geht es zu meinem Album Streets of Riga. Ich werde es immer mal wieder mit neuen Fotos auffüllen. In der Fotobeschreibung gibt es manchmal noch ein bisschen Text. Da könnt ihr also ab und zu mal reinstöbern (oder den RSS-Feed abonnieren), wenn es euch interessiert.
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