Vor allem der Apparat des Landesbischofs wurde abgehört, und zwar nicht immer geräuschlos. Als Christoph Stier einmal mit Landessuperintendent Sagert in Güstrow telefonierte, hatte er den Eindruck, jemand höre zu und unterdrücke seinen Husten. Daraufhin sagte Stier zu Sagert: “Moment mal, ich glaube, unser Mithörer leidet an Erkältung”, und wünschte ihm gute Besserung. “Danke”, hieß es daraufhin im Hörer.
aus: Rahel Frank: “Realer – Exakter – Präziser”? Die DDR-Kirchenpolitik gegenüber der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs von 1971 bis 1989, Schwerin 2004, S. 113.